Wirkstoff

MCT-Öl – Der Energiebooster aus der Kokosnuss

Publiziert am , von Seyit Ali Shobeiri
3 min Lesezeit
MCT-Öl – Der Energiebooster aus der Kokosnuss

Viele Menschen auf den sozialen Medien, insbesondere aus der Biohacking-Szene, schwören darauf: MCT-Öl. In diesem Artikel wird dir einfach und verständlich erklärt, was MCT-Öl ist, wie es verdaut wird, welche Vorteile der Konsum mit sich bringt und worauf du bei der Einnahme achten solltest. 

Was ist MCT-Öl?

MCT steht für „medium chain triglycerides“ auf Deutsch: mittelkettige Fettsäuren. Sie kommen natürlicherweise z.B. in Kokosöl, Milchfett und Palmkernöl vor. Während Kokosöl (neben mittelkettigen Fettsäuren) noch weitere Fettsäuren beinhaltet, besteht ein reines MCT-Öl fast ausschließlich aus diesen speziellen Fettsäuren. Die bekanntesten mittelkettigen Fettsäuren sind Folgende:

  • Caprylsäure (C8)
  • Caprinsäure (C10)

Während die Caprylsäure aus lediglich acht Kohlenstoffatomen (C8) besteht, besteht die Caprinsäure aus zehn Kohlenstoffatomen (C10) und wird somit im Vergleich zur Caprylsäure etwas langsamer aufgenommen. Reine C8-Öle sind in der Regel teurer als Kombipräparate, die aus einer Mischung aus C8 und C10 bestehen.

Die Besonderheit bei der Verdauung von MCT-Öl

Mittelkettige Fettsäuren unterscheiden sich in ihrer Verdauung von langkettigen Fettsäuren, wie sie beispielsweise in Olivenöl vorkommen.

MCTs müssen, um im Dünndarm aufgenommen zu werden, im Gegensatz zu langkettigen Fettsäuren nicht mit Hilfe von Gallensäuren emulgiert werden. Sie gelangen direkt in die Blutbahn und werden über die Pfortader zur Leber transportiert. Langkettige Fettsäuren müssen dagegen aufwändig zerlegt, in Chylomikronen („Transportmoleküle“) verpackt und über das Lymphsystem transportiert werden.

Da MCTs direkt zur Leber gelangen, können sie dort zügig verstoffwechselt und zur Energiegewinnung genutzt werden.

Einige Vorteile von MCT-Öl

Da bei der Verdauung von mittelkettigen Fettsäuren keine Gallensäuren benötigt werden, stellt MCT-Öl ein leicht verträgliches Öl für Menschen dar, die Probleme in der Fettverdauung aufweisen. 

Aufgrund der schnellen Energiebereitstellung wird MCT-Öl von einigen Sportlern als bevorzugte Energiequelle vor dem Training genutzt. Studien weisen zudem darauf hin, dass mittelkettige Fettsäuren einen hohen Sättigungswert aufweisen, hierdurch einen übermäßigen Nahrungskonsum verhindern könnten und somit in der Ernährungstherapie von adipösen Menschen zum Einsatz kommen könnten.

Insbesondere bei einer ketogenen Ernährung (wenig Kohlenhydrate, sehr viel Fett) finden MCT-Öle großen Anklang, um die Ketose zu fördern. Im Zustand der Ketose nutzt der Körper als Hauptenergiequelle nicht mehr Glucose (Zucker), sondern sogenannte Ketonkörper, die aus Fetten in der Leber gebildet werden. Mittelkettige Fettsäuren werden in der Leber schnell in Ketonkörper umgewandelt.

Das solltest du bei einer Einnahme von MCT-Öl beachten

Wer MCT-Öl in sein Ernährungsmuster integrieren möchte, sollte mit einer Einnahme von kleinen Mengen starten. Eine zu große Menge MCT-Öl kann auf einmal zu Verdauungsproblemen wie z.B. Durchfall und Blähungen führen. Empfehlenswert ist es zunächst, mit einem Teelöffel MCT-Öl am Tag zu starten. MCT-Öl sollte nicht zum Braten verwendet werden.

Wie kann MCT-Öl in die Ernährung integriert werden?

MCT-Öl kann klassischerweise in Kaffee („Bulletproof Coffee“) oder Tee, in einen Smoothie, Shake, Joghurt oder ins Salatdressing gemischt werden. Viele nehmen MCT-Öl pur ein.

Fazit

MCT-Öl ist leicht verdaulich und kann dem Körper schnell Energie zur Verfügung stellen. Bei der Einnahme sollte darauf geachtet werden, es zunächst in kleine Mengen zu integrieren, um mögliche Verdauungsprobleme vorzubeugen.


Quellen:

Jadhav HB, Annapure US (2023): Triglycerides of medium-chain fatty acids: a concise review. J Food Sci Technol.; 60(8):2143-2152

Nimbkar S, Leena MM, Moses JA, Anandharamakrishnan C (2022): Medium chain triglycerides (MCT): State-of-the-art on chemistry, synthesis, health benefits and applications in food industry. Compr Rev Food Sci Food Saf.; 21(2):843-867

 

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