Gesundheit

Männer und psychische Gesundheit: Zeit, das Schweigen zu brechen

Publiziert am , von M.Sc. Oec. Troph. Madeleine Beer
2 min Lesezeit
Männer und psychische Gesundheit: Zeit, das Schweigen zu brechen

„Gesundheit“ beschreibt nicht nur das körperliche Wohlbefinden

Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wird mit dem Begriff Gesundheit ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur die Abwesenheit von Krankheit und Gebrechen definiert.

Insbesondere die psychische Gesundheit erlangte innerhalb der letzten Jahre und Jahrzehnte vermehrt Aufmerksamkeit.

Männer gehen bei psychischen Belangen seltener zum Arzt als Frauen

Männer leiden nicht grundsätzlich seltener an psychischen Erkrankungen, sondern nehmen ärztliche und psychotherapeutische Angebote deutlich seltener in Anspruch als Frauen. Obwohl die Prävalenz schwerer psychischer Erkrankungen (z.B. Suizid, Substanzmissbrauch, Verhaltensstörungen) bei Männern oft höher ist als bei Frauen, zeigen epidemiologische Studien, dass Männer insbesondere bei Depressionen und Angststörungen eine geringere Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen aufweisen.

Der Einfluss der Ernährung auf die psychische Gesundheit von Männern

Die Ernährung nimmt einen erheblichen Einfluss auf die psychische Gesundheit von Männern. Ein Mangel an Nährstoffen wie Zink, Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, B-Vitaminen, Magnesium und Eiweiß ist mit einem erhöhten Risiko für depressive Symptome und anderen psychischen Störungen assoziiert.

Insbesondere ein Mangel an Zink ist bei Männern mit einer erhöhten Depressionsrate verbunden. Ein hoher Konsum von Fast Food und Zucker und eine reduzierte Aufnahme von Gemüse, Obst und Vollkornprodukten werden mit einer erhöhten psychischen Belastung in Verbindung gebracht.

Weitere Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit von Männern

Chronischer Stress, Schlaf- und Bewegungsmangel führen zum Abfall des Testosteronspiegels bei Männern und erhöhen hierdurch das Risiko für psychische Erkrankungen.


Fazit

Eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung, ausreichender Schlaf, regelmäßige Bewegung und ein Gleichgewicht aus Anspannung und Entspannung sind wissenschaftlich nachgewiesene Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit bei Männern.

Reminder: Sollte es dir mental gerade nicht gut gehen, dann traue dich Hilfe in Anspruch zu nehmen und sprich über die Dinge, die dich belasten. Hilfe in Anspruch zu nehmen, zeugt nicht von Schwäche, sondern von Stärke.

 

Quellen:

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Kovess-Masfety V, Boyd A, van de Velde S, de Graaf R, Vilagut G, Haro JM, Florescu S, O'Neill S, Weinberg L, Alonso J; EU-WMH investigators (2014): Are there gender differences in service use for mental disorders across countries in the European Union? Results from the EU-World Mental Health survey. J Epidemiol Community Health; 68(7):649-56

Roxo L, Silva M, Perelman J (2021): Gender gap in health service utilisation and outcomes of depression: A cross-country longitudinal analysis of European middle-aged and older adults. Prev Med; 153:106847

Ahn-Horst RY, Bourgeois FT (2024): Mental Health-Related Outpatient Visits Among Adolescents and Young Adults, 2006-2019. JAMA Netw Open; 7(3):e241468

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