Was ist Inulin?
Inulin ist ein löslicher Ballaststoff, der im menschlichen Dünndarm nicht verdaut werden kann und somit unverändert in den Dickdarm gelangt. Dort wird er von den Dickdarmbakterien fermentiert. Inulin ist ein sogenanntes „Präbiotikum“ und dient den Dickdarmbakterien als Nahrung.
In welchen Lebensmitteln ist Inulin enthalten?
Inulin ist natürlicherweise in zahlreichen pflanzlichen Lebensmitteln wie beispielsweise Chicorée, Artischocken, Topinambur, Zwiebeln und Knoblauch enthalten.
Inulin und dessen möglichen Einflüsse auf die Darmgesundheit
Die wichtigste Wirkung von Inulin auf die Darmgesundheit stellt dessen Funktion als Präbiotikum dar. Inulin fördert das Wachstum gesundheitsförderlicher Bakterien (insbesondere der Gattung Bifidobacterium und Lactobacillus) im Dickdarm.
Durch bakterielle Fermentation von Inulin entstehen sogenannte kurzkettige Fettsäuren. Diese können nicht nur den pH-Wert im Stuhl absenken und somit das Dickdarmkrebsrisiko senken, sondern darüber hinaus in die Blutbahn aufgenommen werden und ihre entzündungsregulierenden Eigenschaften im gesamten Organismus entfalten.
Bei Patienten mit Obstipation (Verstopfung) kann Inulin die Stuhlfrequenz und - konsistenz verbessern. Darüber hinaus kann Inulin laut Studien die Barrierefunktion der Darmschleimhaut unterstützen.
Gibt es eine Höchstgrenze bei der Inulin-Einnahme?
Die präbiotische Wirkung und Verträglichkeit von Inulin ist dosisabhängig. Gesunde Erwachsene vertragen in der Regel ca. 10 g am Tag. Höhere Inulin-Mengen von über 10 bis 20 g am Tag können zu Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen führen.
Fazit
Inulin kann sich nach aktueller Studienlage auf Grund dessen präbiotischen Wirkung positiv auf die Darmfunktion auswirken und somit zur Darmgesundheit beitragen. Um das Risiko für Magen-Darm-Beschwerden zu reduzieren, sollte bei der Einnahme von Inulin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln auf eine verträgliche Menge (in etwa ≤ 10 g am Tag) geachtet werden.
Quellen:
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