Gesetzliche Gewährleistung
Dein IAMSTR® Nutrition Team
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Stefania Shobeiri
ist eine angesehene Personal Trainerin für Frauen mit über 15 Jahren Erfahrung in der Entwicklung maßgeschneiderter Gesundheits-, Trainings- und Ernährungsstrategien.
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Seyit Ali Shobeiri
ist ein renommierter Coach und Gesundheitsexperte mit über 20 Jahren Erfahrung in der Entwicklung individueller Gesundheits-, Trainings- und Ernährungsstrategien.
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Madeleine Beer
ist eine junge engagierte Ernährungswissenschaftlerin mit einem Masterabschluss in Ökotrophologie und einer Spezialistin für die Entwicklung hochwertiger Nahrungsergänzungsmittel.
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Prof. Dr. Pavel Dufek
ist ein hoch angesehener Spezialist für Sportorthopädie und Unfallchirurgie, der international tätig ist.
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Zyklusbasiertes Training – das sagt die aktuelle Datenlage
Das Thema zyklusbasiertes Training wird in den sozialen Medien heiß diskutiert. Oftmals werden Empfehlungen wie Yoga in der frühen Follikelphase, Krafttraining um den Eisprung herum und Ausdauerbelastungen in der Lutealphase ausgesprochen. Auf Grund des brisanten Themas, mit teilweise widersprüchlichen Aussagen auf den sozialen Medien, wird im Folgenden dargestellt, welche Empfehlungen auf Grund der aktuellen Datenlage wirklich ausgesprochen werden können. Kann der weibliche Zyklus die Trainingsleistung beeinflussen? Einige Studien deuten tatsächlich darauf hin, dass die Trainingsleistung während der Follikelphase im Vergleich zu den anderen Zyklusphasen geringfügig reduziert sein könnte. Zu beachten ist, dass individuelle Unterschiede und psychologische Faktoren wie das subjektive Belastungsempfinden und die emotionale Balance die Trainingswahrnehmung beeinflussen können. Insbesondere zu Beginn des Menstruationszyklus kann das Prämenstruelle Syndrom (PMS) individuell die Trainingsleistung beeinträchtigen. Auf Grund der großen Variation zwischen den Studien mit teilweise schlechter Qualität, können keine allgemeinen Richtlinien für die Trainingsleistung im Menstruationszyklus abgeleitet werden. Es wird ein personalisierter Ansatz empfohlen, bei dem die Reaktion jeder Einzelnen auf die Trainingsleistung im Menstruationszyklus im Vordergrund steht. Ist Widerstandstraining in der ersten Zyklushälfte von Vorteil? In einigen früheren wissenschaftlichen Arbeiten wird die Durchführung von Widerstandstraining (Krafttraining) auf Grund der vorherrschenden Östrogenspitzen und damit einer „anabolen Umgebung“, insbesondere in der späten Follikelphase empfohlen. Eine Studie aus dem Jahr 2025 zeigt nun jedoch, dass keine nennenswerten Unterschiede im Stoffwechselweg zwischen den Zyklusphasen vorliegen. Es konnte keine größere anabole Wirkung von Widerstandstraining in der follikulären Phase vs. der lutealen Phase festgestellt werden. Mehr Verletzungen um den Eisprung? Ursachen für Sportverletzungen sind multifaktoriell. Sie resultieren häufig aus einem Zusammenspiel von anatomischen, biomechanischen, hormonellen und Umwelt-Faktoren. Nach der aktuellen Datenlage scheint die Ovulationsphase jedoch die verletzungsanfälligste Phase darzustellen. Dies kann durch die erhöhte Östrogen-Konzentration zutragen kommen, welche die Gelenk- und Bänderlaxheit erhöhen kann. Das Hormon Relaxin scheint die Bändersteifigkeit ebenfalls zu verändern. Neben der Laxheit scheint zudem die neuromuskuläre Kontrolle während der Ovulationsphase am meisten zu schwanken. Die aktuelle Datenlage ist begrenzt Es ist verfrüht zu sagen, dass die kurzfristigen Hormon-Schwankungen während des Menstruationszyklus die akute Trainingsleistung, die längerfristige Kraft oder hypertrophe Anpassungen an Krafttraining spürbar beeinflussen. Aus diesem Grund wird ein individueller Ansatz empfohlen. Viele der bisher durchgeführte Studien weisen eine schlechte Qualität und damit eine stark eingeschränkte Aussagekraft auf. Quellen: Suzuki-Yamanaka M, Hashiba S, Takahashi R, Sakamaki-Sunaga M, Iizawa H, Mamizuka N (2025): Incidence of Sports Injuries across Menstrual Phases in Eumenorrheic and Abnormal Cycles in Japanese Female Athletes: A Prospective Cohort Study. Med Sci Sports Exerc.; 57(7):1395-1401 Colenso-Semple LM, McKendry J, Lim C, Atherton PJ, Wilkinson DJ, Smith K, Phillips SM (2025): Menstrual cycle phase does not influence muscle protein synthesis or whole-body myofibrillar proteolysis in response to resistance exercise. J Physiol.; 603(5):1109-1121 Martínez-Fortuny N, Alonso-Calvete A, Da Cuña-Carrera I, Abalo-Núñez R(2023): Menstrual Cycle and Sport Injuries: A Systematic Review. Int J Environ Res Public Health, 20(4):3264 McNulty KL, Elliott-Sale KJ, Dolan E, Swinton PA, Ansdell P, Goodall S, Thomas K, Hicks KM (2020): The Effects of Menstrual Cycle Phase on Exercise Performance in Eumenorrheic Women: A Systematic Review and Meta-Analysis. Sports Med, 50(10):1813-1827 Schaffarczyk M, Hipp T, Fuchs K, Reichelt L, Rückemann L, Gronwald T (2025): Psychological But Not Motor Performance and Physiological Metrics Are Influenced in Menstrual Cycle Monitoring During Rest and Submaximal Cycling. Med Sci Sports Exerc.
2 minLesenGesundheitZyklusbasiertes Training – das sagt die aktuelle Datenlage
Das Thema zyklusbasiertes Training wird in den sozialen Medien heiß diskutiert. Oftmals werden Empfehlungen wie Yoga in der frühen Follikelphase, Krafttraining um den Eisprung herum und Ausdauerbelastungen in der Lutealphase ausgesprochen. Auf Grund des brisanten Themas, mit teilweise widersprüchlichen Aussagen auf den sozialen Medien, wird im Folgenden dargestellt, welche Empfehlungen...
21.09.2026 2 minLesenGesundheit -
Zyklusbasierte Ernährung – das sagt die aktuelle Datenlage
Kaum ein Thema wird im Frauensport derzeit so heiß diskutiert wie die zyklusbasierte Ernährung. Zwischen Ernährungstrends, Erfahrungsberichten auf den sozialen Medien und widersprüchlichen Empfehlungen wird es für viele Athletinnen immer schwieriger, den Überblick zu bewahren. Dieses Wissensmagazin fasst die aktuelle Datenlage der zyklusbasierten Ernährung bei Sportlerinnen zusammen und soll dabei helfen, Empfehlungen auf den sozialen Medien kritisch hinterfragen und besser einordnen zu können. Kohlenhydratempfehlungen im Sport – der schnelle Treibstoff Kohlenhydrate sind für maximale Leistung im Training und im Wettkampf entscheidend. Die Kohlenhydratzufuhr richtet sich hierbei stets nach der Trainingsintensität und -dauer. Die allgemeinen Empfehlungen des American College of Sports Medicine lauten: Leichte Aktivitäten: 3-5 g/kg Körpergewicht (KG) pro Tag (d) Moderate Aktivität (ca. 1 Stunde): 5-7 g/kg KG/d Ausdaueraktivität (1-3 Stunden): 6-10 g/kg KG/d Extreme Aktivität (> 4 Stunden): 8-12 g/kg KG/d Für Frauen könnte eine gesteigerte Kohlenhydrat-Verfügbarkeit insbesondere während der mittleren Follikelphase entscheidend sein. In aktuellen Studien wird diskutiert, ob die Glykogenspeicherung (Speicherung von Kohlenhydraten in der Muskulatur) insbesondere in dieser Phase etwas verringert sein könnte. Studien legen nahe, dass es für Sportlerinnen ratsam sein kann, während dieser Zeit des Zyklus eine größere Menge an Kohlenhydraten (ca. 6-8 g/kg KG/d) zu sich zu nehmen. Dies könnte insbesondere in Wettkampf- oder Trainingsszenarien entscheidend sein, in denen die absolute Glykogenverfügbarkeit die Leistung einschränken kann. Darüber hinaus können Kohlenhydrate bei PMS-Beschwerden gezielt eingesetzt werden, um die Belastungsintensität zu senken und die Freude am Sport während dieser Zeit zu unterstützen. Das Problem: Da viele Frauen Kohlenhydrate mit einer Gewichtszunahme in Verbindung setzen, werden die genannten Kohlenhydrat-Empfehlungen häufig nicht erreicht. Proteinempfehlungen im Sport – Bausteine für die Regeneration Proteine sind unerlässlich für die Reparatur und den Umbau von Muskelproteinen. Es wird empfohlen eine Proteindosis von ca. 0,3 g/kg Körpergewicht so nah wie möglich am Beginn und / oder Abschluss des Trainings zu konsumieren. Frauen, die ihre Körperzusammensetzung verändern möchten und aus diesem Grund die Energieaufnahme reduzieren, sollten ca. 0,4-0,5 g Protein pro kg Körpergewicht aufnehmen, um die Regeneration zu unterstützen. Die tägliche Proteinzufuhr sollte innerhalb der mittleren bis oberen Bereiche der aktuellen Sporternährungsrichtlinie (1,4-2,2 g/kg Körpergewicht pro Tag) mit gleichmäßig verteilten Proteindosen alle drei bis vier Stunden liegen. Noch bis vor ein paar Jahren schien es, dass insbesondere in der Lutealphase eine größer Proteinzufuhr angestrebt werden sollte, da einige Studien darauf hindeuteten, dass Progesteron eine katabole Wirkung habe. Eine Studie aus dem Jahr 2025 konnte diese Annahme widerlegen. Derzeit wird eine ausreichende Proteinversorgung den ganzen Menstruationszyklus hinweg empfohlen. Flüssigkeitsversorgung – das A und O für sportliche Leistung Frauen weisen im Vergleich zu Männer einen geringeren Körperwasseranteil und somit weniger Flüssigkeit auf, die sie durch das Schwitzen verlieren können. Die weiblichen Geschlechtshormone scheinen darüber hinaus die Flüssigkeitsdynamik und den Elektrolythaushalt zu beeinflussen. Hierdurch können die Folgen eines Flüssigkeitsverlustes noch schwerwiegender sein. Insbesondere in der Lutealphase scheint es ein erhöhtes Risiko einer Hyponatriämie (Unterversorgung mit Natrium) zu geben. Bisher wurden noch keine konkreten Zielwerte für die Trinkmenge oder exakte Empfehlungen zur Getränkezusammensetzungen für Sportlerinnen formuliert. Insbesondere die Natriumzufuhr und Wasserbilanz scheinen jedoch während längerer Belastungen entscheidend zu sein. Die Datenlage ist begrenzt Auf Grund der noch immer begrenzten Datenlage, weisen die derzeitigen Ernährungsempfehlungen möglicherweise nur eine eingeschränkte Anwendbarkeit auf. Entscheidend scheint jedoch eine ausreichende Kohlenhydrat-, Protein- und Energieaufnahme über den gesamten Menstruationszyklus zu sein. Wichtig: Die Ernährung richtet sich stets nach der ausgeführten Sportart und nicht nach der Zyklusphase. Quellen: Thomas DT, Erdman KA, Burke LM. American College of Sports Medicine Joint Position Statement. Nutrition and Athletic Performance. Med Sci Sports Exerc. 2016 Mar;48(3):543-68. doi: 10.1249/MSS.0000000000000852. Erratum in: Med Sci Sports Exerc. 2017 Jan;49(1):222 McHaffie SJ, Langan-Evans C, Morehen JC, Strauss JA, Areta JL, Rosimus C, Evans M, Elliott-Sale KJ, Cronin CJ, Morton JP (2022): Carbohydrate fear, skinfold targets and body image issues: a qualitative analysis of player and stakeholder perceptions of the nutrition culture within elite female soccer. Sci Med Footb; 6(5):675-685 Sims ST, Kerksick CM, Smith-Ryan AE, Janse de Jonge XAK, Hirsch KR, Arent SM, Hewlings SJ, Kleiner SM, Bustillo E,Tartar JL, Starratt VG, Kreider RB, Greenwalt C, Rentería LI, Ormsbee MJ, VanDusseldorp TA, Campbell BI, Kalman DS, Antonio J (2023): International society of sports nutrition position stand: nutritional concerns of the female athlete. J IntSoc Sports Nutr, 20(1):2204066 Moore DR, Sygo J, Morton JP (2022): Fuelling the female athlete: Carbohydrate and proteinrecommendations. Eur J Sport Sci, 22(5):684-696 Colenso-Semple LM, McKendry J, Lim C, Atherton PJ, Wilkinson DJ, Smith K, Phillips SM (2025): Menstrual cycle phase does not influence muscle protein synthesis or whole-body myofibrillar proteolysis in response to resistance exercise. J Physiol.; 603(5):1109-1121
4 minLesenGesundheitZyklusbasierte Ernährung – das sagt die aktuelle Datenlage
Kaum ein Thema wird im Frauensport derzeit so heiß diskutiert wie die zyklusbasierte Ernährung. Zwischen Ernährungstrends, Erfahrungsberichten auf den sozialen Medien und widersprüchlichen Empfehlungen wird es für viele Athletinnen immer schwieriger, den Überblick zu bewahren. Dieses Wissensmagazin fasst die aktuelle Datenlage der zyklusbasierten Ernährung bei Sportlerinnen zusammen und soll dabei...
14.09.2026 4 minLesenGesundheit -
Zyklusbasierte Ernährung – das sagt die aktuelle Datenlage
Kaum ein Thema wird im Frauensport derzeit so heiß diskutiert wie die zyklusbasierte Ernährung. Zwischen Ernährungstrends, Erfahrungsberichten auf den sozialen Medien und widersprüchlichen Empfehlungen wird es für viele Athletinnen immer schwieriger, den Überblick zu bewahren. Dieses Wissensmagazin fasst die aktuelle Datenlage der zyklusbasierten Ernährung bei Sportlerinnen zusammen und soll dabei helfen, Empfehlungen auf den sozialen Medien kritisch hinterfragen und besser einordnen zu können. Kohlenhydratempfehlungen im Sport – der schnelle Treibstoff Kohlenhydrate sind für maximale Leistung im Training und im Wettkampf entscheidend. Die Kohlenhydratzufuhr richtet sich hierbei stets nach der Trainingsintensität und -dauer. Die allgemeinen Empfehlungen des American College of Sports Medicine lauten: Leichte Aktivitäten: 3-5 g/kg Körpergewicht (KG) pro Tag (d) Moderate Aktivität (ca. 1 Stunde): 5-7 g/kg KG/d Ausdaueraktivität (1-3 Stunden): 6-10 g/kg KG/d Extreme Aktivität (> 4 Stunden): 8-12 g/kg KG/d Für Frauen könnte eine gesteigerte Kohlenhydrat-Verfügbarkeit insbesondere während der mittleren Follikelphase entscheidend sein. In aktuellen Studien wird diskutiert, ob die Glykogenspeicherung (Speicherung von Kohlenhydraten in der Muskulatur) insbesondere in dieser Phase etwas verringert sein könnte. Studien legen nahe, dass es für Sportlerinnen ratsam sein kann, während dieser Zeit des Zyklus eine größere Menge an Kohlenhydraten (ca. 6-8 g/kg KG/d) zu sich zu nehmen. Dies könnte insbesondere in Wettkampf- oder Trainingsszenarien entscheidend sein, in denen die absolute Glykogenverfügbarkeit die Leistung einschränken kann. Darüber hinaus können Kohlenhydrate bei PMS-Beschwerden gezielt eingesetzt werden, um die Belastungsintensität zu senken und die Freude am Sport während dieser Zeit zu unterstützen. Das Problem: Da viele Frauen Kohlenhydrate mit einer Gewichtszunahme in Verbindung setzen, werden die genannten Kohlenhydrat-Empfehlungen häufig nicht erreicht. Proteinempfehlungen im Sport – Bausteine für die Regeneration Proteine sind unerlässlich für die Reparatur und den Umbau von Muskelproteinen. Es wird empfohlen eine Proteindosis von ca. 0,3 g/kg Körpergewicht so nah wie möglich am Beginn und / oder Abschluss des Trainings zu konsumieren. Frauen, die ihre Körperzusammensetzung verändern möchten und aus diesem Grund die Energieaufnahme reduzieren, sollten ca. 0,4-0,5 g Protein pro kg Körpergewicht aufnehmen, um die Regeneration zu unterstützen. Die tägliche Proteinzufuhr sollte innerhalb der mittleren bis oberen Bereiche der aktuellen Sporternährungsrichtlinie (1,4-2,2 g/kg Körpergewicht pro Tag) mit gleichmäßig verteilten Proteindosen alle drei bis vier Stunden liegen. Noch bis vor ein paar Jahren schien es, dass insbesondere in der Lutealphase eine größer Proteinzufuhr angestrebt werden sollte, da einige Studien darauf hindeuteten, dass Progesteron eine katabole Wirkung habe. Eine Studie aus dem Jahr 2025 konnte diese Annahme widerlegen. Derzeit wird eine ausreichende Proteinversorgung den ganzen Menstruationszyklus hinweg empfohlen. Flüssigkeitsversorgung – das A und O für sportliche Leistung Frauen weisen im Vergleich zu Männer einen geringeren Körperwasseranteil und somit weniger Flüssigkeit auf, die sie durch das Schwitzen verlieren können. Die weiblichen Geschlechtshormone scheinen darüber hinaus die Flüssigkeitsdynamik und den Elektrolythaushalt zu beeinflussen. Hierdurch können die Folgen eines Flüssigkeitsverlustes noch schwerwiegender sein. Insbesondere in der Lutealphase scheint es ein erhöhtes Risiko einer Hyponatriämie (Unterversorgung mit Natrium) zu geben. Bisher wurden noch keine konkreten Zielwerte für die Trinkmenge oder exakte Empfehlungen zur Getränkezusammensetzungen für Sportlerinnen formuliert. Insbesondere die Natriumzufuhr und Wasserbilanz scheinen jedoch während längerer Belastungen entscheidend zu sein. Die Datenlage ist begrenzt Auf Grund der noch immer begrenzten Datenlage, weisen die derzeitigen Ernährungsempfehlungen möglicherweise nur eine eingeschränkte Anwendbarkeit auf. Entscheidend scheint jedoch eine ausreichende Kohlenhydrat-, Protein- und Energieaufnahme über den gesamten Menstruationszyklus zu sein. Wichtig: Die Ernährung richtet sich stets nach der ausgeführten Sportart und nicht nach der Zyklusphase. Quellen: Thomas DT, Erdman KA, Burke LM. American College of Sports Medicine Joint Position Statement. Nutrition and Athletic Performance. Med Sci Sports Exerc. 2016 Mar;48(3):543-68. doi: 10.1249/MSS.0000000000000852. Erratum in: Med Sci Sports Exerc. 2017 Jan;49(1):222 McHaffie SJ, Langan-Evans C, Morehen JC, Strauss JA, Areta JL, Rosimus C, Evans M, Elliott-Sale KJ, Cronin CJ, Morton JP (2022): Carbohydrate fear, skinfold targets and body image issues: a qualitative analysis of player and stakeholder perceptions of the nutrition culture within elite female soccer. Sci Med Footb; 6(5):675-685 Sims ST, Kerksick CM, Smith-Ryan AE, Janse de Jonge XAK, Hirsch KR, Arent SM, Hewlings SJ, Kleiner SM, Bustillo E,Tartar JL, Starratt VG, Kreider RB, Greenwalt C, Rentería LI, Ormsbee MJ, VanDusseldorp TA, Campbell BI, Kalman DS, Antonio J (2023): International society of sports nutrition position stand: nutritional concerns of the female athlete. J IntSoc Sports Nutr, 20(1):2204066 Moore DR, Sygo J, Morton JP (2022): Fuelling the female athlete: Carbohydrate and proteinrecommendations. Eur J Sport Sci, 22(5):684-696 Colenso-Semple LM, McKendry J, Lim C, Atherton PJ, Wilkinson DJ, Smith K, Phillips SM (2025): Menstrual cycle phase does not influence muscle protein synthesis or whole-body myofibrillar proteolysis in response to resistance exercise. J Physiol.; 603(5):1109-1121
3 minLesenGesundheitZyklusbasierte Ernährung – das sagt die aktuelle Datenlage
Kaum ein Thema wird im Frauensport derzeit so heiß diskutiert wie die zyklusbasierte Ernährung. Zwischen Ernährungstrends, Erfahrungsberichten auf den sozialen Medien und widersprüchlichen Empfehlungen wird es für viele Athletinnen immer schwieriger, den Überblick zu bewahren. Dieses Wissensmagazin fasst die aktuelle Datenlage der zyklusbasierten Ernährung bei Sportlerinnen zusammen und soll dabei...
07.09.2026 3 minLesenGesundheit -
Das Powermineral Eisen: Entscheidend für deine Leistungsfähigkeit
Eisen – das Multitalent unter den Mineralstoffen Eisen spielt eine entscheidende Aufgabe bei der Sauerstoffversorgung unserer Zellen und damit in der Energieproduktion. Das Spurenelement ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der in allen roten Blutkörperchen vorhanden ist. Dieser transportiert Sauerstoff von der Lunge zu den Organen. Neben Hämoglobin ist Eisen auch Bestandteil von Myoglobin – einem Eiweiß, das unter anderem für die Speicherung und den Transport von Eisen innerhalb der Muskelzelle verantwortlich ist. Darüber hinaus ist Eisen zudem an Prozessen wie beispielsweise der Immunabwehr beteiligt. Eisenmangel – allgegenwärtig? Eisenmangel ist der häufigste Mikronährstoffmangel weltweit. In etwa 2 Milliarden Menschen leiden an Eisenmangel. Über 1,2 Milliarden Menschen leiden unter Eisenmangelanämie (Blutarmut), wobei hiervon besonders häufig Kinder unter fünf Jahren, Schwangere sowie Frauen im gebärfähigem Alter betroffen sind. Mögliche Symptome bei Eisenmangel Symptome eines Eisenmangels können sowohl mit als auch ohne Anämie (Blutarmut) auftreten. Zu den häufigsten Beschwerden zählen: Müdigkeit Konzentrationsstörungen und verminderte Leistungsfähigkeit Kopfschmerzen, Schwindel Blässe Haarausfall, brüchige Nägel, trockene Haut Ursachen und Risikogruppen eines Eisenmangels Die Ursachen unterscheiden sich je nach Risikogruppe und Region. Bei Kindern und Schwangeren führen ein erhöhter Bedarf und eine oft unzureichende Zufuhr zu Eisenmangel. In einkommensschwachen Ländern sind in der Regel Mangelernährung, eine geringe Eisenbioverfügbarkeit sowie chronische Blutverluste durch Parasiten die Hauptursachen. In Industrieländern sind vegetarische/vegane Ernährungsformen, Menstruationsblutungen, Malabsorptionen durch Erkrankungen wie Zöliakie oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, sowie die Einnahme von Medikamenten wie Protonenpumpeninhibitoren von Relevanz. Zu den Risikogruppen zählen darüber hinaus regelmäßige Blutspender, Leistungssportler und alte Menschen. Diagnose und Behandlung eines Eisenmangels Die Diagnose erfolgt primär über die Bestimmung von Serumferritin (Eisenspeicher) sowie Transferrinsättigung. Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schweregrad. Bei leichtem Mangel kann mit Hilfe einer eisenreichen Ernährung gegengesteuert werden. Die Standardtherapie für Eisenmangel sind zunächst Eisensupplemente bzw. Eisentabletten. Bei Intoleranzen, chronischen Erkrankungen, Malabsorptionen oder einem sehr großen Mangel kann Eisen intravenös verabreicht werden. Fazit Eisenmangel ist allgegenwärtig, weshalb insbesondere Risikogruppen regelmäßig ihre Eisenversorgung (Serumferritin + Transferrinsättigung) bestimmen lassen sollten, um bei Bedarf schnellstmöglich intervenieren zu können. Quellen: Auerbach M, DeLoughery TG, Tirnauer JS (2025): Iron Deficiency in Adults: A Review. JAMA; 333(20):1813-1823 Pasricha SR, Tye-Din J, Muckenthaler MU, Swinkels DW (2021): Iron deficiency. Lancet; 397(10270):233-248 Ordway GA, Garry DJ (2004): Myoglobin: an essential hemoprotein in striated muscle. J Exp Biol; 207(Pt 20):3441-6 DGE, ÖGE, SGE (2021): D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr – Eisen. 2. Auflage, 7. aktualisierte Ausgabe Gallagher PG (2022): Anemia in the pediatric patient. Blood, 140(6):571-593 Clénin G, Cordes M, Huber A, Schumacher YO, Noack P, Scales J, Kriemler S (2015): Iron deficiency in sports - definition, influence on performance and therapy. Swiss Med Wkly, 145:w14196
2 minLesenGesundheitDas Powermineral Eisen: Entscheidend für deine Leistungsfähigkeit
Eisen – das Multitalent unter den Mineralstoffen Eisen spielt eine entscheidende Aufgabe bei der Sauerstoffversorgung unserer Zellen und damit in der Energieproduktion. Das Spurenelement ist Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, der in allen roten Blutkörperchen vorhanden ist. Dieser transportiert Sauerstoff von der Lunge zu den Organen. Neben Hämoglobin ist Eisen...
31.08.2026 2 minLesenGesundheit