Kaum wird es draußen nass und kalt, schnieft plötzlich das halbe Büro? Das ist kein Zufall, denn das Immunsystem wird im Herbst und Winter durch Erkältungswellen auf die Probe gestellt. Im Folgenden erfährst du, warum Erkältungswellen besonders in der kalten Jahreszeit stark präsent sind und wie du dich vor ihnen schützen kannst.
Trockene Heizungsluft
Werden die Heizungen aufgedreht, da es draußen kälter wird, entsteht trockene Heizungsluft in den Innenräumen. Eine geringe Luftfeuchtigkeit kann zu trockenen Schleimhäute führen, wodurch Viren leichter eindringen können und somit die Anfälligkeit für Atemwegsinfektionen erhöht wird. Die Schleimhäute stellen eine Schutzbarriere des Körpers dar und sollten für eine optimale Funktionsweise ausreichend befeuchtet sein.
Tipp: Tracke die Luftfeuchtigkeit in deiner Wohnung und schaffe bei Bedarf einen Luftbefeuchter an. Ein Bereich von 40-60 % relative Luftfeuchtigkeit gilt als optimal für die Gesundheit der Atemwege und ein reduziertes Infektionsrisiko.
Mehr Zeit in Innenräumen
Insbesondere im Winter verbringen Menschen mehr Zeit in Innenräumen und weniger an der frischen Luft. Bei engem Kontakt sowie schlechter Luftqualität (da auf Grund der Kälte weniger oft gelüftet wird), können sich Viren schneller verbreiten.
Tipp: Achte auf eine gute Luftqualität, indem du regelmäßig lüftest.
Weniger Sonnenlicht
Steht die Sonne in Deutschland ab Oktober tief, wird der Großteil der UVB-Strahlen, die für die körpereigene Vitamin D-Produktion in der Haut benötigt werden, durch die Atmosphäre stark gefiltert. Die Hauptursache ist die längere Wegstrecke der Sonnenstrahlung durch die Atmosphäre, wodurch mehr UVB-Strahlen durch Ozon und andere atmosphärische Bestandteile absorbiert wird. In den Wintermonaten ist die UVB-Intensität in Deutschland so gering, dass die körpereigene Vitamin D-Synthese über die Haut praktisch nicht mehr stattfindet.
Da eine ausreichende Vitamin D-Versorgung entscheidend für das Immunsystem ist, sollte der individuelle Vitamin D-Status (insbesondere in den Wintermonaten) gemessen und bei Bedarf Vitamin D supplementiert werden.
Ernährung als Immun-Booster
Eine allgemeingültige Empfehlung, um die Ernährung so nährstoffreich wie nur möglich zu gestalten, lautet: Gestalte deinen Teller bunt. Das bedeutet, dass eine Vielfalt an Gemüse und Salatsorten auf dem Teller vertreten sein sollte, um den Körper mit verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen sowie sekundären Pflanzenstoffen zu versorgen.
Fazit
Verschiedene Faktoren wie eine geringe Luftfeuchtigkeit, mehr Zeit in Innenräumen bei schlechter Luftqualität sowie eine suboptimale Versorgung mit Vitamin D im Winter, können das Infektionsrisiko erhöhen.
Erkältungen im Winter stellen jedoch kein Schicksal dar. Mit Hilfe von kleinen Interventionen wie einer nährstoffdichten Ernährung, einem Luftbefeuchter, regelmäßigem Lüften und einer individuellen Supplementation von Vitamin D (nach Bedarf), kann das Risiko für Infektionen reduziert werden.
Quellen:
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